Riemerlinger Haie geben die Hoffnung nicht auf

Seit Anfang November herrscht bundesweit aufgrund der Coronavirus-Pandemie in den Schwimmhallen wieder Trockenzeit. Nur die Kaderschwimmer und Berufssportler der Riemerlinger Haie haben derzeit das Privileg, auch Wassereinheiten absolvieren zu können. Zu Berufssportlern zählen alle Athleten, die mindestens in der Zweiten Bundesliga schwimmen. Die insgesamt 23 Haie dürfen sechs Mal die Woche für jeweils zwei Stunden ins Wasser springen. Da das Hallenbad in Riemerling aber vorerst geschlossen bleibt, müssen die Schwimmer zum Training nach Ebersberg sowie ins Heinrich-Heine-Bad in München ausweichen.

Cheftrainer Pierre Martin erklärt: „Es ist für uns natürlich alles ein enormer organisatorischer Aufwand. Hinzu kommt, dass wir normalerweise neun Mal die Woche trainieren. Aber wir sind einfach nur sehr glücklich, dass wir überhaupt schwimmen können.“ Die Kaderschwimmer trainieren derzeit für die Deutschen Meisterschaften, die im Juni stattfinden sollen. Auch deshalb sei es enorm wichtig, dass sie weitertrainieren können, so der Trainer.

Allerdings sind die wenigen Kaderschwimmer nur ein Bruchteil der Leistungsschwimmer der Riemerlinger Haie. Den Leistungsgruppen gehören rund 100 Nachwuchsathleten an, die normalerweise mehrere Male die Woche im Hallenbad in Riemerling trainieren können. Derzeit müssen sie auf alternative Trainingsmethoden umsteigen und absolvieren derzeit vor allem Athletikeinheiten via einer Online-Plattform.  "Ich bin im ständigen Austausch mit den Schwimmern, die nicht ins Wasser dürfen. Ich hoffe sehr, dass ich alle meine Sportler nach dem Lockdown wieder in Riemerling begrüßen kann“, meinte Trainer.

Doch der TSV Hohenbrunn-Riemerling besteht natürlich nicht nur aus LeistungsschwimmerInnen. Die Haie zählen insgesamt rund 1200 Mitglieder und bieten unter anderem Kurse für Anfänger, den Breitensport, Senioren, Menschen mit Behinderung und Asylbewerber an. So lernen beispielsweise jährlich rund 350 Kinder Schwimmen bei den Riemerlinger Haien. Doch aktuell sitzen alle Mitglieder aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf dem Trockenen. 200 Kinder mussten ihre Anfängerkurse aufgrund des Lockdowns abbrechen und warten darauf, bis sie das Schwimmen lernen fortsetzen können.

Auch die weiteren 1000 Mitglieder hoffen auf die baldige Wiedereröffnung des Hallenbades. Die Abteilungsleitung der Riemerlinger Haie setzt dabei die Hoffnung auf den 15. Februar, der Tag, an dem der Lockdown enden soll. „Wir hoffen sehr, dass wir am 15. Februar unter Einhaltung des strengen Hygienekonzeptes wieder öffnen können. Natürlich nur, wenn die Infektionszahlen und die aktuelle Pandemie-Lage dies zulassen“, sagt Abteilungsleiter Steffen Lenz. Aber die Zahlen würden schon mal in die richtige Richtung gehen.

Riemerlinger Haie hoffen, dass bald das eigene Hallenbad wieder aufmacht

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