Nachwuchstalent Gregor Bechold überzeugt in Würzburg

Nachwuchstalent Gregor Bechold vom TSV Hohenbrunn-Riemerling hat beim Vergleichswettkampf der Bundes- und Landeskader am 19.12.2020 in Würzburg mit seinen Leistungen überzeugen können. Der 14-Jährige, der aufgrund seiner herausragenden Leistungen vergangenes Jahr in den Bundeskader gerufen wurde, stellte kurz vor Weihnachten neue Bestzeiten auf und schrammte nur knapp an den Bayerischen Altersklassenrekorden vorbei.  

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie durften nur wenige Schwimmerinnen und Schwimmer an dem Wettkampf teilnehmen, Voraussetzung dafür war, dass sie Bundeskaderathleten sind. Insgesamt gingen 46 Athleten an den Start, unter ihnen waren auch Topschwimmer, die Deutschland international vertreten.

Cheftrainer Pierre Martin erklärte: „Der Wettkampf war coronamäßig sehr gut organisiert.“  Um teilnehmen zu können, musste jeder Sportler einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein durfte. Außerdem wurde bei jeder Person bei Badankunft ein Corona-Schnelltest durchgeführt und im Schwimmbad war selbstverständlich Maskenpflicht. „Hut ab an Würzburg, das war wirklich professionell“, so der 31-Jährige.  

Gregor Bechold, der einzige Schwimmer, der in Würzburg für die Haie an den Start ging, konnte mit seinen Leistungen überzeugen und auch Martin zeigte sich zufrieden: „Bechi ist wirklich sehr gut geschwommen. Ich bin super glücklich mit den Leistungen. Wenn man bedenkt, wie wir in letzter Zeit aufgrund der Corona-Krise trainiert haben, waren die Zeiten erstaunlich gut.“

Der 14-Jährige stellte fast zwei Bayerische Altersklassenrekorde auf. Über 100 Meter Rücken schwamm Bechold, der von den meisten nur Bechi genannt wird, eine Zeit von 1:01,60 und verpasste die Bestmarke nur um zwei Zehntel. „Es war sehr wellig, doch mit der Zeit bin ich sehr zufrieden“, meinte der Trainer. Auch über 200 Meter Kraul verpasste er in der Zeit von 2:01,19 den Rekord nur knapp.  

Der Allroundschwimmer startete in Würzburg noch über 200 Meter Rücken. Über diese Strecke schwamm er eine Zeit von 2:12,81 und pulverisierte damit seine Bestzeit um rund acht Sekunden. Nur wenige Minuten nach seinem Rückenstart sprang er erneut ins Wasser und schwamm über 100 Meter Kraul nur knapp über Bestzeit eine Zeit von 55,82. Da immer nur ein Lauf geschwommen wurde, war generell die Zeit zwischen den einzelnen Strecken nie lange.

Gregor Bechold und Trainer Pierre Martin


Bechold und Martin nehmen neben der sportlichen Leistung auch noch eine weitere positive Erfahrung mit: „Spannend war auf jeden Fall, dass einige deutsche Eliteschwimmer am Start waren. Es war sehr interessant zu sehen, was sie leisten und auch technisch haben wir uns einiges angeschaut. Das versuchen wir jetzt umzusetzen“, erzählte Martin.

In Würzburg blieben zwei Schwimmer sogar unter der geforderten Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele in Tokio 2021. Offiziell wird das aber noch nicht zählen, da der Qualifikationszeitraum für Olympia erst im Januar beginnt.

„Generell war das Wochenende sehr positiv. Es hat sich so angefühlt, als wäre für kurze Zeit etwas Normalität im Schwimmsport zurückgekehrt“, lautete das Fazit des 31-Jährigen. Auch über die Zukunft äußerte sich der Coach: „Aufgrund der aktuellen Situation ist derzeit keine Wettkampfplanung möglich. Trotz der Ungewissheit bleiben wir aber motiviert, konzentriert und flexibel.“

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